Ereignisreiche Bahnfahrt – Endstation oder Fahrtrichtungswechsel?


Am Samstag waren wir ja in Dresden auf dem Strietzelmarkt – wobei wir mehr als doppelt so lange in der Bahn als auf dem Markt waren (wir haben uns natürlich pumperlgenau das Wochenende ausgesucht, an dem die Bahn alles mögliche um Dresden umgebaut hat, an jedem anderen Termin hätte die Fahrt nicht so lange gedauert) Aber es war richtig schön. Wir hatten tolles Wetter – wenn’s gepisst hätte, dann hätten wir uns die Aktion sicher nochmal überlegt – um die Zeit war noch nicht so viel los und als es dann voll wurde, da saßen wir dann schon wieder im ICE. Natürlich haben wir auch einiges mitgebracht (Gott sei Dank haben wir daran gedacht, einen Rucksack mitzunehmen) – anderthalb Kilo Stollen (davon ein Kilo allein für den Jo – ich mag Stollen nicht unbedingt), Hallorenkugeln für die liebe Verwandtschaft und noch ein bissi Kleinkram 😉

Naja, kommen wir nun aber zu dem Teil, auf den ihr sicher schon mehr als gespannt gewartet habt:
Ja, ich habe mich endlich überwunden und ihm gesagt, dass ich einen Hund möchte (und nicht erst bis zur Rente darauf warten will). Leider hat er zu dem Zeitpunkt quasi genauso reagiert, wie ich es befürchtet habe (und mich deshalb auch bislang nicht getraut habe, damit rauszurücken) – er meint, es würde nix bringen, sein Leben so umzubauen, damit ein Hund reinpasst, anstatt sich irgendwann mal für einen zu entscheiden, wenn die Lebensumstände mal so sind. Das mag ja für ihn recht einleuchtend klingen – aber ich will nicht die Hände in den Schoß legen und darauf warten, dass es irgendwann soweit ist, wenn ich selbst aktiv was dazu beitragen kann. Auf jeden Fall hat er (während der Fahrt) nicht mal ansatzweise versucht, meine Argumente dafür zu verstehen – irgendwie fand er, ich würde mich da völlig grundlos in was hineinsteigern, was aus seiner Sicht sowieso völlig unmöglich sei. *hmpf* Ich war da schon in ner gewissen Hinsicht am Boden zerstört, wobei das weniger an seiner Reaktion lag (die hatte ich irgendwie erwartet) aber ich war frustriert, dass meine negative Seite (die mich die ganze Zeit davon abgehalten hat, ihn zu fragen) mal wieder Recht behalten hat.
Als wir dann daheim daheim waren, habe ich ihm dann gesagt, dass ich nicht aufgeben werde – wenn ich schon so einen festen Wunsch habe, dann werde ich auch alles mir mögliche tun, dass dieser Wunsch nicht einfach verschüttet geht. Vielleicht habe ich ihn im Zug auch ganz einfach auf dem falschen Fuß erwischt, denn dieses Gespräch war einfach ergiebiger (könnte natürlich auch daran liegen, dass er sich in der Zwischenzeit auch mit dem Gedanken ‚anfreunden‘ konnte) und er meinte dann auch, dass er vorhin vielleicht falsch reagiert hat.
Auf jeden Fall haben wir uns jetzt mehr oder weniger darauf geeinigt, dass wir auf jeden Fall mal beim Tierheim als Gassigeher aufschlagen werden – ich hoffe ja, dass er dann auch auf den Geschmack kommt. Ich werde jetzt nicht aufgeben und weiter an meinen Traum glauben – denn nun kann ich ihm offen alles mögliche über Hunde und alles was damit zusammenhängt erzählen…

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Veröffentlicht in Allgemeines, Gedanken, Hund. Schlagwörter: , , . 10 Comments »

10 Antworten to “Ereignisreiche Bahnfahrt – Endstation oder Fahrtrichtungswechsel?”

  1. Babbeldieübermama Says:

    Was sind nun schon wieder Hallorenkugeln?

    E n d l i c h !!!! Hast du gut gemacht!! Vielleicht schenkt er dir einen Hund zu Weihnachten.
    Schreib doch einen Wunschzettel, wo drauf steht:
    Ich möchte einen Hund,
    einen Hund,
    einen Hund,
    einen Hund und Hundenapf,
    eine Hundeleine mit Hund,
    einen Hund…..

    Leg ihn so dezent, daß er ihn auf jeden Fall findet, vielleicht klappt’s. 😉

  2. razortooth Says:

    Um ehrlich zu sein will ich eigentlich keinen Hund zu Weihnachten geschenkt bekommen – ich fand Tiergeschenke schon immer schrecklich… Die meisten landen dann kurz darauf wieder im Tierheim. Dann lieber später, aber gut vorbereitet.
    Aber der Wunschzettel ist lustig 😉

    Hallorenkugeln sind quasi ‚Ossipralinen‘ 😉

  3. Babbeldieübermama Says:

    Ach man, ich fand meine Idee so gut. 😦 Dann schreib doch, er soll mit dir im Tierheim einen Hund holen.

    • razortooth Says:

      Mir reicht’s ja für’s erste schon, wenn er mit mir mal überhaupt ins Tierheim geht – bloß nix überstürzen, sonst geht’s furchtbar in die Hose 😉

  4. Babbeldieübermama Says:

    Du kennst Jo, ich nicht, also wirst du wohl recht haben. 🙂

    • razortooth Says:

      Naja, es gibt nach wie vor Situationen, da frage ich mich schon, ob und wie gut ich ihn dann doch letztendlich kenne – er überrascht mich immer wieder…
      Aber nun isses wenigstens raus und ich kann alles ‚in Ruhe‘ auf mich zukommen lassen. Warten wir’s ab (ich informiere mich fröhlich weiter :D)

  5. Blinde-Kuh Says:

    Ich find es auch besser sich gut darauf vorzubereiten als direkt schon zu Weihnachten.
    Tiergeschenke zu Weihnachten sind nur etwas , wenn man sich das Tier so oder so anschaffen würde.

    Ich kenn eure Lebensumstände ja nicht.
    Klar muß man sich für einen Hund etwas umstellen, aber wenn ihr euer Leben wegen eines Hundes komplett umkrempeln müßtet, dann solltet ihr doch nochmal überlegen ob ihr mit dieser Entscheidung glücklich werdet.

    Gassigänger im Tierheim ist doch eine tolle Idee!
    Die finde ich richtig spitze!
    Vielleicht läuft euch da ein Hund über den Weg zu dem ihr beide sofort ja sagt.
    Außerdem finde ich das gar nicht schlecht um Hunde kennen zu lernen.
    So wißt ihr was euch gefällt und was überhaupt nichts für Euch ist, denn Hund ist nicht gleich Hund. Die haben ja auch ihre Ecken und Kanten wie wir auch.

    Super gut, das du dich endlich mal überwunden hast.

    • razortooth Says:

      Ich hab zwischenzeitlich mal beim Frankfurter Tierheim auf deren Homepage wegen Gassigehen und so geschaut. Die brauchen momentan keine ehrenamtlichen Gassigänger, weil die genug haben. 😦
      Allerdings gibt es noch einen anderen Verein in Frankfurt, da werde ich mal eine Mail hinschreiben (oder anrufen) – bei denen sitzt auch eine Fellnase, die in etwa dem Typ entspricht, den ich anstrebe…

      Irgendwie glaube ich, daß der Jo auch ganz andere Vorstellungen davon hat, was sich alles durch einen Hund ändert – er meinte z.B. wir könnten dann ja nicht mehr Zelten gehen, weil da ja Hunde nicht erlaubt seien. Dass ich aber am Bodensee im Sommer auf unserem Platz Hunde gesehen habe, wollte er mir nicht glauben – Gott sei Dank konnte ich ihm aber auf der Homepage vom Campingplatz zeigen, dass Hunde dort gern gesehene Gäste sind… Ich denke, das ist auch so eine Sache, die sich durch gemeinsames Gassigehen (und die Unterhaltungen dabei) klären lässt 😉

      • bordeauxdogge Says:

        Zelten…das ist doch noch das geringste Übel. Es gibt zwar wenige Campingplätze auf denen Hunde nicht erlaubt sind, aber auf den meisten dürfen sie doch mit.

        Aber was, wenn ihr mal in Urlaub fliegt? Gäbe es jemanden der dann evtl. auf den Hund aufpasst?

  6. razortooth Says:

    Die Chancen sind relativ gering, daß wir mal wirklich in Urlaub fliegen würden – es gibt in Deutschland und rundherum noch so viele schöne Ecken, die einen Urlaub wert sind 😉 Und wir haben in der Hinsicht noch einiges geplant :mrgreen: Ansonsten würde sich in der Familie und bei Kollegen sicher jemand finden, der auf die Fellnase (wenn es dann mal soweit sein sollte) aufpasst.


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