Drei Akkorde und eine ganze Menge Spaß…


..oder: wie verliere ich für eine gewisse Zeit mein Gehör…

Da wir ja über’s Wochenende nach Bamberg zum Status Quo-Konzert fahren wollten (Jo eher wegen SQ und ich wegen dem ’special guest‘ Kansas) habe ich am Freitag bereits um 12 Feierabend gemacht – wer weiß, wie voll die A3 sein kann, versteht, dass wir so früh wie möglich losfahren wollten. Nach gut zweieinhalb Stunden Fahrt (inklusive Pinkelpause und einem ‚Nahtoderlebnis‘ – wegen einem Erlangener Porschefahrer, der zuerst den Wagen vor uns rechts überholen wollte, und dann als das nicht klappte ohne zu blinken in die klitzekleine Lücke vor uns reingrätschte – dank ABS ist nix passiert) waren wir bei meinem Schwiegervater, bei dem wir die zwei Naächte übernachten wollten.
Am Samstag sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück in die Stadt gefahren, haben zuerst Felix eine Premiumwäsche gegönnt (Samstag ist ja bekanntlich Waschtag) und waren dann eine Runde shoppen. Warum ic bei solchen Gelegenheiten Socken kaufe, ist mir völlig schleierhaft – Jo meinte schon, das sei besser als irgendwelcher Krempel, den man nicht gebrauchen kann…
Jo brauchte dann noch Schraubminen für seine Kugelschreiber, ergo ging’s ab in den nächsten Schreibwarenladen, wo ich mir gemütlich die aushängenden Kalender betrachtete, während Jo der Ladenbesitzerin seinen Einkaufswunsch kundtat. Plötzlich merke ich, wie mir etwas am Bein stupft – da steht doch ein Traum von einem ‚Schokoladenhund‘, ein brauner Labrador, der mich aus seinen treuen braunen Augen anschaut und sich dann gleich von mir streicheln lässt. An sich bin ich bei fremden Hunden immer recht vorsichtig – aber ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, irgendwie herrschte da so eine geistige Übereinkunft…
Als Jo seine Minen hatte und wir den Laden verließen, meinte ich zu ihm, daß ich auch gerne so einen Schokohund haben wollen würde, worauf er mich dann angrinste und meinte, ob es den denn auch als Zartbitter gäbe. Was haben wir gelacht 😀
Abends sind wir dann bereits um sechs zur Jako-Arena gefahren – zwar war der Einlass erst um sieben, aber Jo wollte so weit wie möglich vorne an der Bühne sein. (Manchmal sind Männer echt wie kleine Kinder… *seufz*)
Während wir gewartet haben, wurde er noch vom TVO interviewt – wobei ich ja der Meinung bin, daß dieses Interview nicht im Bericht auftauchen wird: Ein Mann , dessen Mütze aussieht wie von einem Schlumpf, der ewig überlegt, bis er antwortet und dann auch nix sensationelles zu berichten hat 😀 Aber ich glaube, das würde jedem so gehen, der aus heiterem Himmel von einer Kamera angeleuchtet wird und ein Mikro im Gesicht hängen hat…
Um kurz vor sieben gingen dann die Türen auf, ich brachte die Jacken zur Garderobe und holte noch was zum Trinken, derweil stellte Jo sich schonmal in die zweite Reihe. Die Zeit bis zu dem Moment, wo es endlich los geht, ist ja immer die schlimmste… Doch dann kamen endlich Kansas auf die Bühne – es ist eine Wonne, Musiker in dem Alter zu sehen, die sich eine solche Spielfreude bewahrt haben, das ist viel besser, als einfach nur die CDs oder Platten zu hören. Leider haben sie ‚Song for America‘ von der Setlist streichen müssen, aber dennoch fand es mein Progherz klasse…
Nachdem die Instrumente von Kansas abgebaut waren, kam Status Quo auf die Bühne – allerdings musste ich nach einigen Liedern den Platz an der Bühne verlassen, da meine Füße und mein Rücken mir die lange Steherei irgendwie übelgenommen haben, somit habe ich dann den Rest des Konzertes vom ‚Invalidenpodest‘ verfolgt, wo ich mich einfach auf den Rand gesetzt habe.
Alles in allem fand ich den Teil, den Kansas bestritten haben, viel besser, da deren Anlage besser ausgesteuert war – Bei Status Quo war’s einfach nur laut und hat geklirrt. Deshalb war ich auf dem linken Ohr auch nicht mehr wirklich ansprechbar, aber das hat sich mittlerweile auch wieder gegeben…

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