Internpiercing


Da ich bei Simulantin kommentiert habe, ich hätte ein Internpiercing und ein dazu gehöriges Tattoo, muß ich es auch vorzeigen – Bilder gehen bei den Kommentaren dort nämlich nicht…

Dies ist mein Internpiercing, beziehungsweise ein Bild meiner Wirbelsäule (einmal vorher, einmal nach den OPs):

links vorher - rechts nachher

links vorher - rechts nachher

…das ist das Geraffel, das ich seit 12 Jahren mit mir herumtrage. (Wenn man das Bild anklickt, dann sieht man auch beide Teile ;))

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…und das ist eben das Tattoo, das ich schon seit der zweiten OP haben wollte. Seit drei Jahren ziert es nun meinen Nacken und was mich daran am meisten amüsiert ist die Tatsache, daß die meisten Leute, die es nicht kennen, denken es sei einfach nur der Waschzettel vom T-Shirt – da man normalerweise nicht alles sieht, wenn ich angezogen bin.

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10 Antworten to “Internpiercing”

  1. Babbeldieübermama Says:

    Das Tattoo gefällt mir sehr gut, sieht aus wie echt.
    Besser wäre, wenn die Narbe nicht echt wäre, oder? 😉

  2. razortooth Says:

    Och, mit der Narbe kann ich gut leben – schließlich mussten sie das Geraffel ja irgendwie reinbekommen und außerdem sehe ich sie ja nicht. War halt lustig, als mir der Inker versuchte klarzumachen, daß das Tattoo nicht so einfach zu entfernen sei (und ich damit dann quasi den Rest meines Lebens aushalten müsste) – und ich einfach sagte ‚Die 60 cm lange Narbe geht auch nicht weg‘ 😀 Der Gesichtsausdruck von ihm war unbeschreiblich 😉

  3. Simulantin Says:

    Total klasse, das Tattoo !!!
    Spitzenmäßig!!!!!

    Aber so eine OP an der Wirbelsäule möchte ich nicht gerade erleben. 😦

  4. razortooth Says:

    Naja, ich kam um die OP ja auch nicht drumherum (waren auch derer zwei), aber so habe ich keine Probleme mit der Lunge und dem Herz (was früher oder später eingetreten wäre), kann ohne Anstrengung gerade sitzen und habe mit 12 Bandscheiben keine Probleme zu erwarten. Im übrigen hat mir der Spaß 5cm Körpergröße gebracht 😉
    Man darf sich einfach nicht unterkriegen lassen…

  5. Babbeldieübermama Says:

    Super deine Einstellung. Ich kann leider nicht vollständig die zweite Aufnahme sehen, da ich ein Laptop habe. Jetzt weiß ich wenigstens worum es geht.

  6. razortooth Says:

    @Bdüm
    …und was ist, wenn du das Bild mit rechts anklickst und dann auf deinem Laptop speicherst? Dann müsstest du es lokal öffnen – und so auch im Bild hin und herscrollen können…

  7. Gucky Says:

    Was hat man denn da gemacht an deiner Wirbelsäule ? War es eine Krankheit, ein Unfall oder eine Fehlbildung ? Ich weiß nämlich nicht, wie eine Wirbelsäule auf einem Röntgenbild normalerweise aussehen müßte…
    Das Tattoo zeugt von einer gewissen Art schwarzen Humors. 😯

  8. razortooth Says:

    Normalerweise ist eine Wirbelsäule bei einer Aufnahme von vorne annähernd gerade – ich hatte Skoliose, und da verbiegt sie sich seitwärts. Quasi wie eine Yucca, die immer zur Sonne wächst und die man ständig drehen muß, damit sie gerade wird…
    Skoliose tritt eher bei Mädels auf und wird meistens erst in der Pubertät festgestellt, wenn das Brustwachstum beginnt und früher oder später eine Braust seitwärts ‚raushängt‘. Zuerst ging ich fleißig zur Krankengymnastik (was nix brachte), dann trug ich zwei Jahre 24 Stunden täglich ein Korsett (was auch nix brachte – im Gegenteil, die Biegungen wurden immer schlimmer, daß die Wirbelsäule praktisch aussah wie eine Wendeltreppe) und am Ende kam ich dann unter’s Messer, befand mich für sechs Wochen in einer modernen Version eines Streckbettes und habe dann schlußendlich in einer zweiten OP das Geraffel eingebaut bekommen.
    Als ich dann einige Jahre später von einem Auto auf dem Zebrastreifen ein Stück mitgenommen wurde, hat mich das Geraffel vor einer Querschnittslähmung bewahrt 😉

  9. Gucky Says:

    Danke für die Erläuterung !
    Hast du ja auch schon einiges mitgemacht… 😯
    Also dieser S-förmige Bieg ist NICHT in Ordnung ? DAS dachte ich mir schon…
    Du hattest einen Unfall und diese zusätzlichen „Einbauten“ haben dich vor einer Querschnittslähmung bewahrt ? 😯
    Und wie geht es dir heute ? Kannst du einermaßen gut leben (laufen, sitzen, liegen) oder hast du Schmerzen oder giltst sogar als behindert ?
    (das ist nicht böse gemeint und du mußt solche Fragen auch nicht beantworten. Ich mache mir aber gerne ein Bild meiner „Mitblogger“ weil man sie ja sonst nicht sieht.)

    • razortooth Says:

      Also, die S-förmige Biegung ist nur in Ordnung, wenn man von der Seite draufschaut – da muß sie sogar sein… Wenn ich das Geraffel damals beim Unfall nicht gehabt hätte, wäre ich wohl querschnittsgelähmt gewesen, da mich ein Autofahrer auf’m Zebrastreifen übersehen hat (und mich dann 12 Meter ‚mitgenommen hat – den letzten Meter bin ich dann geflogen und auf der Bordsteinkante gelandet) und ich ohne Metall am Kreuz wohl zum praktischen ‚Knickpack‘ geworden wäre.
      Wenn ich mein Leben früher und jetzt vergleiche, merke ich eigentlich keinen Unterschied. All die Bewegungseinbußen, die ich durch die Versteifung habe (ich kann mich nicht in der WS drehen, kann keinen Katzenbuchel machen und mich nur in der Hüfte biegen), die hatte ich eigentlich auch schon vor der OP, da die Wirbel ja in sich verkantet waren, was die Beweglichkeit auch nicht unbedingt fördert. Schmerzen habe ich gelegentlich, denn manchmal ist es so, daß sich nachts beim Schlafen ein Muskel verhakt und wenn ich morgens aufwache, dann kann ich mich nicht rühren, aber das bin ich mittlerweile gewöhnt und weiß, wie ich damit umzugehen habe. An sich würden mir die 50% GdB ja zustehen, aber das Amt hat mir bis jetzt nur 40% zugestanden (nach langem Kampf) – noch hab ich Zeit und kann weitere Anläufe starten. Man wird ja auch nicht jünger, und da kommen einige Zipperlein bestimmt noch dazu 😉
      Gott sei Dank wissen meine Kollegen über all das Bescheid (ich gehe auch sehr offen damit um – man sieht’s auch eigentlich nicht, ich sitze nur sehr viel gerader als der normale Mensch) und so geht das auch in Ordnung, wenn ich mal wieder krank bin. Ist ja auch nicht so oft, da memmen manch andere viel mehr mit ihrer Erkältung rum…


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